News - Zeitungsbericht von Jänner - Februar 2019

Liebe  Ehrenmitglieder, Freunde und Mitglieder der Berghoamat!

  

Zum Jahresbeginn möchten wir allen unseren Ehrenmitgliedern, Mitgliedern und Freunden ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr wünschen. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch in diesem Jahr uns die Treue halten, am Vereinsleben teilnehmen und unsere Theatervorstellungen zahlreich besuchen. Nun wollen wir aber wie gewohnt einen Blick auf die Aktivitäten der letzten und der kommenden Wochen werfen.

Erfreulicherweise können wir auch diesmal berichten, dass unser Verein wieder ein neues Mitglied hat, nämlich Frau Katrin

Ederer, sie gehört der Theatergruppe an. Herzlich willkommen, wir hoffen auf viele schöne Stunden miteinander! 

Theatergruppe

 

Theaterrückblick

 

In der letzten Produktion des vergangenen Jahres bewies das agierende Ensemble einmal mehr, dass unsere Theatergruppe nicht nur auf Boulevardkomödien und Schwänke spezialisiert ist, sondern durchaus imstande ist, auch sprachlich und textlich herausfordernde Stücke der Weltliteratur zu meistern. Zur Aufführung gebracht wurde „Pygmalion“ von G. B. Shaw in einer Inszenierung von Romana Hauser. Warum diese Komödie „Pygmalion heißt ? Nun, einer Ovid-Legende nach formte der Bildhauer Pygmalion eine Frauenskulptur nach seinen Idealen, verliebte sich in sein geschaffenes Werk und wünschte sich, dass sie zum Leben erweckt werde. Ganz ähnlich verhält es sich bei Bernard Shaws Stück, das im Jahre 1913 seine deutschsprachige Uraufführung im Wiener Burgtheater hatte. Der Phonetik-Professor Henry Higgins wettet mit dem Erforscher indischer Dialekte, Oberst Pickering, dass er das Blumenmädchen Eliza Doolittle aus der Gosse holen und in eine vornehme Dame verwandeln könne, indem er sie lehrt, so zu sprechen wie man es in der höheren Gesellschaft tut. Nachdem Eliza für Higgins die Wette gewonnen hat, lässt Shaw es allerdings offen, ob sich Higgins in sein Werk oder vielleicht doch in Eliza selbst verliebt hat.

In den Hauptrollen bzw. tragenden Rollen dieser sozialkritischen Komödie spielten:

Christian Preiszler als lediger Professor Higgins, der sich zeitweise selbst wie ein Flegel benimmt und für den Menschen Eliza wenig bis gar nichts übrig hat;

Cordula Dietl als Eliza Doolittle, die, aus der Gosse kommend, schlussendlich als Dame präsentiert wird und auch das „Kunststück fertig gebracht hat“, indem sie ein Gartenfest beim Boschafter, ein Dinner und einen Opernbesuch bravourös gemeistert hat, aber mit all ihren Nöten, Gefühlen und Zukunftsängsten allein gelassen wird

Alfred Poliwka als Oberst Pickering, der - obwohl Wettgegner - einerseits in Eliza den Menschen sieht und um sie aufrichtig bemüht ist, anderseits aber trotz der fragwürdigen, ja fast folterhaften Methoden  Higgins von dessen Erfolgen mit Eliza begeistert ist;

Violetta Storch als Mutter Higgins und Grande Dame der feinen Gesellschaft, die immer wieder ihrem Sohn ob seines Benehmens aber auch Oberst Pickering die Leviten liest;

Christl Wiedrich als Mrs. Pearce, Haushälterin bei Higgins, die ihm bei jeder Gelegenheit ins Gewissen redet wegen seiner rüpelhaften Umgangsformen, insbesondere Eliza gegenüber;

Alfred Strasser als Müllkutscher Doolittle und Vater von Eliza, der in dem Stück die männliche Seite der unteren Gesellschaftsschicht verkörpert, nur auf Geld aus ist, um seinen Alkoholbedarf zu decken, sich um seine Tochter aber nicht im geringsten kümmert.

In weiteren Rollen Isabella Wiedrich, Katrin Ederer und Sebastian Preiszler als Mrs. Eynsford Hill mit Tochter und Sohn, weiters Leo Weiss als Bummler, Makaya Gerlach als Zuschauer und Ingeborg Felner als Stubenmädchen.

All diese trugen als Darsteller der ihnen übertragenen Rollen zum Erfolg dieser sozialkritischen Komödie am Sebastianplatz bei, eine ausverkaufte Vorstellung wurde „arschknapp“ verpasst - schade.

Erwähnt muss noch das, von der Regisseurin entworfene, einfache, jedoch beeindruckende Bühnenbild werden, das von Christian Preiszler ermöglicht und von unserem Techniker Günther Greilinger umgesetzt wurde.

Am Ende der Vorstellungen, nach dem lang anhaltenden Applaus, wurden noch Violetta Storch und Alfred Strasser für ihre jahrzehntelange Zugehörigkeit zur Theatergruppe geehrt.

Theatervorschau

Als erstes Stück im neuen Jahr  bringen wir „Alles in Butter“, eine Farce von Edward Taylor, Regie Romana Hauser.

Zum Inhalt:


Sir Clive Patridge ist Mitglied bei der Europäischen Kommission. Eine Dienstreise nach Paris soll ihn zur großen Karriere führen - sein durchwegs tadelloser Lebenswandel und seine politische Integrität haben ihn immer ausgezeichnet. Aber in dem Pariser Appartement läuft nichts, wie es soll. Nicht nur seine Frau macht ihm das Leben schwer  sondern auch seine Geliebte und die eigentliche Besitzerin des Appartements, die überraschend aus Amerika zurückkommt. Eine klemmende Balkontüre und ein bollernder Boiler tun ein Übriges, um die Jagd zwischen Bade-, Schlaf- und Gästezimmer so richtig in Gang zu bringen ...

 

Wir spielen wie immer im Theatersaal der Komenskyschule, 1030 Wien, Sebastianplatz 3 an folgenden Tagen:


Freitag,     01.03.2019, 19:30 Uhr
Samstag,  02.03.2019, 19.00 Uhr
Sonntag,   03.03.2019, 16:00 Uhr
Samstag,  09.03.2019, 19.00 Uhr
Sonntag,   10.03.2019, 16:00 Uhr

Kartenbestellungen sind unter ( 01/606 81 24  bzw.  0676/586 33 85 (Frau Rosemarie Klemisch)  oder per E-Mail unter r.strasser@mailbox.org  bzw.  criwi@gmx.at möglich. Wir freuen uns über Ihre Bestellung. Restkarten erhalten Sie an den Aufführungstagen an der Theaterkasse.

 

Rückblick Feier der Runden Geburtstage

 

Unsere Jahresvereinsfeier mit Ehrung der „Runden Geburtstagskinder“ fand am 27.10.2018 wieder im Imperial Riding School Renaissance Vienna Hotel statt.

Unser Obmann Walter Wiedrich begrüßte alle Anwesenden, eröffnete das Buffet und nahm - nachdem sich alle für den weiteren Abend gestärkt hatten – die Ehrung der „Runden Geburtstagskinder“ vor. Das Rahmenprogramm wurde von der Tanzgruppe unter dem Tanzgruppenleiter Sepp Lindner gestaltet.

Zur Tanzmusik von Wolfgang Beer wurde von den Gästen bis Mitternacht getanzt. Die Organisation lag diesmal in den bewährten Händen von Harald Painschab und erstmals in den Händen von Rosemarie Klemisch, denen wir für ihr Bemühen und ihren Einsatz herzlich danken.  

Geburtstage

 Auch diesmal möchten wir an dieser Stelle allen gratulieren, die im Jänner oder Februar ihren Geburtstag feiern.

Wie immer möchten wir aber jene Mitglieder erwähnen, die einen besonderen Geburtstag feiern dürfen:

Am 14. Jänner feiert Frau Ernestine Tampier, die seit 2002 unserem Verein angehört, ihren 50.Geburtstag.


Am 09. Februar wird Herr Thomas Bauer, der seit 2000 Mitglied unseres Vereines ist und etliche Jahre eine große Stütze unserer Theatergruppe war, ebenfalls seinen 50.Geburtstag begehen.

Wir wünschen Euch alles, alles Gute und noch viele gute, möglichst gesunde und erfolgreiche Jahre!

Wir trauern

 

Wie schon in der letzten Ausgabe erwähnt, ist unsere Schauspielerin, Regisseurin und ehemalige Schriftführerin Christine Klimt verstorben. Dazu unsere Theatergruppenleiterin und Chronistin Christl Wiedrich:

 

Wir trauern um Christine KLIMT, die uns am 7. Oktober 2018 für immer verlassen hat. Am 14.10.1994 spielte sie ihre erste Rolle bei der Berghoamat in "Dein Auftritt, Tante Frieda" und bereits in ihrer zweiten Rolle als Frau Hollunder in "Liliom" zeigte sie ihr großes schauspielerisches Können.


In 44 Rollen spielte sie, aber sie hat sich auch mit erstklassigen Regiearbeiten für die Theatergruppe unverzichtbar gemacht. Unvergessen wird mir ihre Regie und ihr letzter Auftritt als Rosa Alexandrowna Pessotschinskaja in "Einmal Moskau und zurück" im Mai 2017 bleiben.

Mit ihrem einfühlsamen Spiel hat sie unserem Theaterpublikum viele schöne Stunden bereitet. Bis zuletzt bewahrte sie sich ihren ungebrochenen Humor, ihre Vitalität und vor allem ihr heiteres Wesen.

Liebe Christine, wir werden Deine Geradlinigkeit, deine Hilfsbereitschaft und Dein Verständnis fürs Theater sehr vermissen! In unseren Herzen aber wirst Du immer bei uns sein!

 

Zum Schluss denken wir noch an unsere kranken Freunde und Mitglieder und senden liebe Grüße, verbunden mit herzlichen Genesungswünschen.

 

                                                                           Die Vereinsleitung